Name: Reem Alabali Radovan
Partei: Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Wahlkreis: Schwerin – Ludwigslust-Parchim I – Nordwestmecklenburg I
Funktion: Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Hat Reem Alabali Radovan den Genozid in Gaza benannt?
Nein, diesbezüglich sind keine öffentlichen Äußerungen bekannt.
Hat sich Reem Alabali Radovan zu Israel bekannt?
Ja, Reem Alabali Radovan hat sich mehrfach mit Israel solidarisiert:
- „Es zerreißt mir das Herz, dass nach 733 Tagen immer noch israelische Geiseln auf ihre Freilassung hoffen müssen. Darunter auch deutsche Staatsangehörige“ (09.10.2025, Rede im Bundestag)
Am gleichen Tag wurden 11 Palästinenser bei israelischen Angriffen in Gaza getötet und dutzende verletzt, während das israelische Kabinett einer Waffenruhe mit der Hamas zustimmte, nach Angaben der SANA.
- „Unsere Herzen sind schwer angesichts des terroristischen Angriffs der Hamas auf Israel und des unermesslichen Leids in Gaza. Den Familien und Angehörigen, die ihre Liebsten verloren haben, gilt mein tiefes Mitgefühl.“ (22.12.2023, Facebook.com)
Israel beschoss am gleichen Tag mehrere zivile Schutzeinrichtungen, darunter eine Geflüchtetenunterkunft in Nuseirat. Nach Angaben von OCHA wurden an diesem Tag etwa 20 Palästinenser getötet.
- „Das entsetzliche Massaker der Terrororganisation Hamas am 7.Oktober 2023, bei dem über tausend Menschen getötet und Hunderte verschleppt wurden, markiert eine schreckliche Zäsur für die jüdische Gemeinschaft weltweit. Für die Hinterbliebenen der Opfer dieses brutalen Angriffs steht die Zeit still. Die Geiseln und ihre Angehörigen leben seither in unvorstellbarer Ungewissheit.“ (07.10.2024, reem-alabali-radovan.de)
Am gleichen Tag wurden bereits mindestens 42.000 Palästinenser durch israelische Angriffe in Gaza seit dem 07. Oktober 2023 getötet, nach Angaben von Al Jazeera. Fast 100.000 Menschen wurden verletzt.
Wann äußerte Reem Alabali Radovan erstmals explizit Solidarität mit den Menschen in Gaza?
Reem Alabali Radovan solidarisierte sich bisher nicht explizit mit den Menschen in Gaza. Dennoch drückte sie sich deutlich eindeutiger über israelische Völkerrechtsbrüche und die humanitäre Situation in Gaza aus, als andere Kabinettsmitglieder:
- „Das Völkerrecht sieht das Recht auf Selbstverteidigung nach einem Angriff vor, zugleich sind alle Staaten verpflichtet, dabei das humanitäre Kriegsvölkerrecht zu achten und den Schutz von Zivilist*innen zu garantieren – das darf in den Debatten nicht zu kurz kommen. Es braucht eine Perspektive für die Menschen in Gaza im Sinne einer Zwei-Staaten-Lösung.“ (22.12.2023, Facebook.com)
Wann äußerte sich Reem Alabali Radovan über israelische Verbrechen?
Auch wenn sie Israel und seine Kriegsverbrechen nicht beim Namen genannt hat, forderte Reem Alabali Radovan Konsequenzen für israelische Völkerrechtsbrüche:
- „Wenn humanitäre Hilfe blockiert wird, wenn sich nicht an das Völkerrecht gehalten wird, dann muss es Konsequenzen geben. Die humanitäre Lage ist katastrophal und das kann so nicht weitergehen.“ (02.06.2025, trtdeutsch.com)
Was hat Reem Alabali Radovan konkret bezüglich Gaza unternommen?
Bisher sind keine konkreten Projekte oder Unternehmungen von Reem Alabali Radovan bezüglich Hilfsleistungen für Gaza bekannt. Der Deutschlandfunk berichtete lediglich im Oktober 2025, dass die Bundesministerin ein Soforthilfe-Paket für den Wiederaufbau von Gaza bereitstellten möchte.
Zusammengefasst: Auch Bundesministerin Reem Alabali Radovan solidarisierte sich unmittelbar nach dem Hamas-Angriff mit Israel und betonte das Selbstverteidigungsrecht Israels. Im Gegensatz zu den meisten Ministern, äußerte sie sich bereits früh zur humanitären Lage in Gaza und forderte erst vor kurzem Konsequenzen für israelische Völkerrechtsbrüche.
Kontext: Der Internationale Strafgerichtshof wirft Israels Führung und Israels Militär Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Eine Unabhängige Internationale Untersuchungskommission des UN-Menschenrechtsrats und weitere UN-Stellen haben festgestellt, dass Israel in Gaza einen Genozid an Palästinensern begeht. Das bestätigen auch der Internationale Vereinigung der Völkermordforscher und zahlreiche Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International. Der Internationale Gerichtshof sieht den Genozid-Vorwurf gegen Israel als „plausibel“. Der IGH stellte in seinem Gutachten fest, dass Israels Besatzung palästinensischer Gebiete, inklusive Gaza, illegal ist, sofort beendet werden muss und von niemandem akzeptiert werden darf.