Das ist Alaaeddin Alhalabi. Dieser Held aus Syrien hat gestern während eines bewaffneten Angriffs Leben gerettet. Aber im Gegensatz zu der Herkunft einzelner Krimineller und Irrer wird über Namen, Gesichter und Überzeugungen wie die von Alaaeddin weniger gesprochen.
Als er in Villach (Österreich) am Samstag sah, wie zwei Menschen blutend am Boden lagen und daneben ein Mann ein Messer trug, zögerte er nicht lang: „Ich habe nicht nachgedacht, sondern sofort reagiert. Ich bin mit dem Auto einfach losgefahren und habe ihn frontal erwischt.“
Passanten hielten den Helden dann kurzzeitig für den Angreifer und schlugen auf seine Scheibe ein. Der Polizeisprecher betont auf einer Pressekonferenz, durch Alaaeddins Eingreifen konnte Schlimmeres verhindert werden.
„Ich habe selber Kinder, wir haben alle geweint, weil der 14-Jährige gestorben ist!“, so der in Villach lebende Syrer, der hervorhebt, wie viel ihm seine Stadt Villach bedeutet. Den Täter lehnt Alaaeddin Alhalabi ab: „So sind wir nicht! Ich lebe seit Jahren gut integriert hier, und viele andere auch. Ich hoffe, die Menschen vergleichen uns nicht mit dem Täter!“ Er wolle lediglich in Frieden hier leben, erklärt er gegenüber dem Medium Krone. Als Held sieht er sich nicht: „Jeder hätte so reagiert!“
Dem Angriff fiel ein 14-jähriges Kind zum Opfer. Auch in München gab es einen Angriff, der zwei Opfer forderte. Die aus Algerien stammende Familie bittet die Öffentlichkeit darum, den Tod ihrer Angehörigen nicht für politische Hetze instrumentalisieren zu lassen. Zurecht. Denn auch sie und Alaaedin sollen nach den menschenverachtenden Plänen von AfD ubd FPÖ „remigriert“ werden.
Sie sind es, diese Verwandten und Menschen mit Alaaedin, die uns als Gesellschaft ausmachen und anführen. Menschen, die selbstlos für das Richtige stehen. Auch wenn es weh tut oder gefährlich ist. Dass Deutschland und Österreich zu den sichersten Ländern der Welt gehören, hat viel mit der Haltung dieser Menschen zu tun.





