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Home Debatte

England: Rassistische Mobs attackieren Muslime nach Verbreitung von Fake News

Von Tarek Baé
05.08.2024
in Debatte, Nachrichten
England: Rassistische Mobs attackieren Muslime nach Verbreitung von Fake News

Screenshot: "Violence erupts in Southport after child killings", Quelle: https://youtu.be/jOnE_yPwdyk

In England gibt es massive Ausschreitungen und Pogrome durch rassistische Extremisten. Menschenjagd auf Muslime und Dunkelhäutige, Moscheen werden angegriffen, Flüchtglingsunterkünfte mit eingesperrten Frauen und Kindern in Brand gesteckt, Geschäfte zerstört und geplündert.

Der rassistische Mob ist gut organisiert und scheint nur auf eine Ausrede gewartet zu haben. In dem Fall war es die Nachricht eines grausamen Mordes an drei Mädchen in Southport. Rassisten verbreiteten die Lüge, der Täter wäre Muslim. Pro-russische und pro-israelische Kanäle im Internet feuerten die Fake News an. In Wahrheit ist der Täter kein Muslim und er ist auch kein Geflüchteter, er ist in England geboren. Aber Rassisten interessieren sich nicht für die Wahrheit. Genauso wenig wie sie sich für Kinder interessieren.

Niemand sollte das unterschätzen. AfD-nahe Accounts preisen die Gewaltexzesse der Rassisten als „Bürgerkrieg“ und als „Aufstand“. Hinzu kommt die Verharmlosung, das wären „nicht alles Rechtsextremisten“ oder „Islamisten und Linksextremisten“ täten das gleiche. Die AfD träumt von solchen Szenen. Und dementsprechend klar muss man diese Propaganda zurückweisen.


Die Wahrheit ist simpel: Ein Krimineller verübte ein grausames Verbrechen. Rassisten erfanden Lügen dazu. Und eben jene Rassisten gingen dann auf Menschenjagd und verübten selbst brutale Verbrechen. Sie allein, die Rassisten, die Rechtsextremisten, die Rechten, die Nationalisten, die selbsternannten „Patrioten“ sind der Grund für diese Ausschreitungen.

Jeder normale Mensch verachtet Gewalt gegen Kinder. Und jeder normale Mensch verachtet Rassismus und rassistische Gewalt. Wer das nicht unterschreiben kann, sollte unter Beobachtung stehen. Rassisten sind die größte Gefahr für jede Gesellschaft, für jedes Volk, für jeden Frieden.

Der britische Premierminister Keir Starmer reagierte: „Die Menschen in diesem Land haben ein Recht darauf, sicher zu sein, und dennoch wurden muslimische Gemeinden ins Visier genommen und Moscheen angegriffen“
. „Ich möchte, dass Sie wissen, dass dieser gewalttätige Mob dieses Land nicht repräsentiert und dass wir sie vor Gericht bringen werden“, so Starmer.

  • Tarek Baé

    Gründer und Chefredakteur von Itidal. Berliner Patriot. Tarek Baé ist Journalist und Bestseller-Autor aus Berlin. 2021 gründete er die freie Medienplattform Itidal, arabisch für Gleichgewicht. Benannt hat er das Medium nach seiner Großmutter Itidal, von der er sagt, sie hätte mit ihrer Standhaftigkeit und gleichzeitigem Sanftmut ein lebendiges Beispiel des Gleichgewichts symbolisiert.

    Er schaffte es mit seinen Kritiken und Recherchen auf die Feindeslisten des israelischen Militärs und der Terrorgruppe Daesch (IS).

    “Ich schreibe für das große, inklusive Wir, zu dem jede und jeder gehören kann. Und ja, ich schreibe auch mindestens genauso leidenschaftlich gegen all jene, die dieses Wir angreifen.”

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