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Kommentar Wie hätte man die Hinrichtung von Jamshid Sharmahd verhindern können? Durch Israel.

Tarek Baé Von Tarek Baé
31.10.2024
in Debatte
2 Min. Lesezeit
Wie hätte man die Hinrichtung von Jamshid Sharmahd verhindern können? Durch Israel.

Von Gazelle Sharmahd - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=129444811

Die Bundesregierung hatte die Möglichkeit, sich zu entscheiden: Jamshid Sharmahd oder Israel. Sie entschied sich gegen das Leben des Deutschen mit Migrationshintergrund.

Der deutsche Staatsbürger Jamshid Sharmahd wurde im Iran ohne die Möglichkeit, sich zu verteidigen, verurteilt und letztlich hingerichtet. Dafür trägt die Bundesregierung eine enorme Mitverantwortung. Insbesondere Außenministerin Baerbock. Sie traf sich mehrmals mit Vertretern der iranischen Regierung.

Was sie diplomatisch hätte tun können?

Der Iran will sich als Schutzmacht der Region positionieren. Deutschland hätte Druck auf Israel ausüben können, einer sofortigen Waffenruhe in Gaza oder im Libanon zuzustimmen. Deutschland hat stattdessen noch mehr Waffen geliefert. Das ist nicht schlechte Diplomatie, das ist gar keine Diplomatie.

Oder kurz: Jamshid Sharmahd war es der Regierung nicht wert. So wie es die zivilen Opfer Israels nicht wert sind. Und ja, ich mache offen den Vorwurf, dass Sharmahd hätte gerettet werden können, hieße er Schmidt und hätte blondes Haar. Und ja, ich klage offen, dass die Bundesregierung Sharmahd als Deutschen mit Migrationshitnergrund den Interessen Israels unterordnet.

Nichts hätte man dem Iran wirklich geben müssen. Man hätte nur Israel etwas nehmen müssen. Das angebliche Recht auf Vernichtung von Gaza und dem Libanon. Ein Recht, das es ohnehin nicht gibt. Nur in den Köpfen einer durch und durch inkompetenten Regierung.

Der Iran wird nicht beeindruckt sein von der Schließung dreier Konsulate in Deutschland. Der iranische Staat hat einfach so einen deutschen Staatsbürger ohne fairen Prozess getötet, nachdem er verschleppt wurde. Und Deutschland hat dem Töten zugesehen. Weil das aktuell halt Staatsräson ist. Dem Töten zusehen. Dem Verschleppen zusehen. 3.377 Palästinenser wurden laut der israelischen Menschenrechtsgruppe BtSelem in israelische Foltercamps verschleppt. Ebenfalls ohne Anklage. Bis heute sagt die Bundesregierung dazu: Nichts.

Wie will man Irans menschenrechtswidrigem Handeln entgegentreten, wenn man von der Notwendigkeit der Einhaltung von Menschenrechten und Völkerrecht ja nun wirklich nicht überzeugt zu sein scheint? Es gibt keine Abschreckung. Es gibt keinen Respekt. Es gibt keine Offenheit für Argumente.

Jamshid Sharmahd wurde geopfert. So drastisch kann es ausgedrückt werden. Er sollte nicht nur als Opfer des Irans in Erinnerung bleiben, sondern auch als Opfer von Rassismus. Freiheit allen zu Unrecht Inhaftierten. Im Iran, in den illegal von Israel besetzten Gebieten, in Israel und überall!

  • Tarek Baé

    Gründer und Chefredakteur von Itidal. Berliner Patriot. Tarek Baé ist Journalist und Bestseller-Autor aus Berlin. 2021 gründete er die freie Medienplattform Itidal, arabisch für Gleichgewicht. Benannt hat er das Medium nach seiner Großmutter Itidal, von der er sagt, sie hätte mit ihrer Standhaftigkeit und gleichzeitigem Sanftmut ein lebendiges Beispiel des Gleichgewichts symbolisiert.

    Er schaffte es mit seinen Kritiken und Recherchen auf die Feindeslisten des israelischen Militärs und der Terrorgruppe Daesch (IS).

    “Ich schreibe für das große, inklusive Wir, zu dem jede und jeder gehören kann. Und ja, ich schreibe auch mindestens genauso leidenschaftlich gegen all jene, die dieses Wir angreifen.”

    Alle Beiträge
Themen: BundesregierungIranIsraelLibanon

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