Nachdem Studierende der Alice-Salomon Hochschule in Berlin in der Hochschule gegen den Genozid in Gaza protestierten, wurde die Polizei vorgeschickt, um den Protest niederzuschlagen. Die Präsidentin der Hochschule, Bettina Völter stellte sich schützend vor die Studierenden. Ein Video davon ging viral, woraufhin pro-israelische Stichwortgeber die Präsidentin heftig angriffen.
In einem Solidaritätsschreiben mit 44 Erstunterzeichnenden stellen sich nun Hochschulangehörige der Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH Berlin) hinter das Präsidium. Das Schreiben auf der Webseite der Hochschule hat mittlerweile über 100 Unterschriften.
Die Unterzeichnenden loben das Vorgehen als Ausdruck eines verantwortungsvollen Bildungsauftrags. Es wird hervorgehoben, dass Bettina Völter den Dialog suchte und im Gespräch mit ihren Studierenden blieb. Gleichzeitig kritisieren sie bestimmte Symboliken und Begriffe, die von den Demonstranten verwendet wurden. Eine Aufarbeitung sei bereits im Gange, flankiert von Seminaren und Beratungsangeboten der Hochschule zu den Themen Antisemitismus, Rassismus und Gewalt, so das Schreiben.
Abschließend wenden sich die Hochschulangehörigen gegen einseitige Darstellungen in den Medien und unterstützen das Präsidium angesichts eines ungerechtfertigten „medialen Hatestorms“.
Axel-Springer-Medien versuchen den Eindruck eines Skandals zu vermitteln. Auch Berlins Oberbürgermeister Kai Wegner (CDU) beteiligt sich an der Kampagne gegen die Hochschul-Präsidentin. Hochschulangehörige berichten von enormem Druck auf die Hochschule durch Politik und Medien. Sie verurteilen die Einmischung in die freie Wissenschaft.
Die Studierenden protestierten gegen Israels laufenden Genozid in Gaza.
Die UN-Sonderermittlerin Francesca Albanese spricht von einem Genozid in Gaza, der UN-Sonderausschuss zur Untersuchung israelischer Praktiken wirft Israel ebenfalls einen Genozid in Gaza vor. Dieser Auffassung folgen auch die Menschenrechtsgruppen Amnesty International und Human Rights Watch.
Der Internationale Gerichtshof sieht den Vorwurf des Genozids durch Südafrika gegen Israel als „plausibel“.






