Das sind Ayman Al-Hemouni und Rimas Ammouri. Du wirst die Namen dieser Kinder nicht in deutschen Medien lesen. Israels Armee hat sie gestern kaltblütig ermordet. Einfach so. Aber nicht in Gaza. Ayman war 12 Jahre jung, Rimas 13.
Beiden Kindern wurde ohne jede Vorwarnung in den Rücken geschossen. Beide im illegal besetzten Westjordanland, wo israelische Besatzungstruppen laut UN und Internationalem Gerichtshof gar nicht sein dürfen. Ayman wurde in Hebron ermordet, Rimas in Jenin. Unabhängig voneinander am selben Tag. Das berichtet die Nachrichtenagentur WAFA. Die Morde sind offenbar eine Botschaft.
Israelische Besatzungskräfte eröffneten das Feuer auf Aden 12-jährigen Ayman, als er Verwandte südlich von Hebron besuchte. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er seinen Verletzungen erlag. Rimas wurde von hinten in den Bauch geschossen und in das staatliche Krankenhaus von Jenin gebracht, wo sie kurz darauf für tot erklärt wurde. Sie wurde am Freitagnachmittag im Hof ihres Familienhauses in der Gegend von Jenin erschossen, wie Defense for Children International (DCIP) mitteilte.
Seit dem Beginn des neuen israelischen Überfalls auf das Westjordanland wurden dort über 50 Palästinenser getötet. Der Internationale Gerichtshof (IGH) hält fest: Israels Besatzungsregime im Westjordanland stellt das Verbrechen der Apartheid dar. Seit Beginne der „Waffenruhe“ in Gaza wurden zudem 145 Menschen von Israel in Gaza getötet. Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) hat Haftbefehle gegen Israels Führung wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Gaza erlassen. Die UN-Sonderermittlerin Francesca Albanese spricht von einem Genozid in Gaza, der UN-Sonderausschuss zur Untersuchung israelischer Praktiken wirft Israel ebenfalls einen Genozid in Gaza vor. Dieser Auffassung folgen auch die Menschenrechtsgruppen Amnesty International und Human Rights Watch. Der Internationale Gerichtshof sieht den Vorwurf des Genozids gegen Israel als „plausibel“.






