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Schauspielerin und Israelunterstützerin Uschi Glas: Sie hoffte auf jüdische Herkunft, wird aber von Nazi-Vergangenheit eingeholt

Von Tarek Baé
11.11.2025
in Nachrichten
Schauspielerin und Israelunterstützerin  Uschi Glas: Sie hoffte auf jüdische Herkunft, wird aber von Nazi-Vergangenheit eingeholt

https://www.instagram.com/uschiglas_official/

Die Schauspielerin und Israelunterstützerin Uschi Glas hat einen Ahnenforscher engagiert in der Hoffnung, er würde jüdische Vorfahren finden. Stattdessen fand er heraus, dass ihr Vater, Christian Glas, im Alter von 18 Jahren der NSDAP beigetreten ist und spätestens ab 1944 bei der Waffen-SS war.

Die Vergangenheit ihrer Familie will Uschi Glas nun in einem neuen Buch thematisieren. Glas und Charlotte Knobloch sprechen in dem Buch über den 7. Oktober 2023, über „Islamismus“, über Israel, Antisemitismus und Meinungsfreiheit. Eine Fortsetzung der Inszenierung der Schauspielerin als Aktivistin.

Im September behauptete Uschi Glas, die fehlende Unterstützung für ihre israelverharmlosende Petition habe damit zu tun, dass es in der Schauspielbranche „viele arabischstämmige Menschen“ geben würde.

„Meine Solidarität gilt Israel“, sagte Uschi Glas im Juli 2024. Am selben Tag tötete Israel in Gaza 50 Menschen. Bei einem Angriff auf das Flüchtlingslager Nuseirat wurden 14 palästinensische Kinder getötet. Uschi Glas erwähnte sie nicht. Überhaupt lassen sich keine Äußerungen von ihr finden, in denen die Verbrechen Israels gegen Palästinenser benannt werden.

Stattdessen nahm Uschi Glas an Propagandaveranstaltungen des israelischen Konsulats in München teil. Mehrmals veröffentlichte sie Fotos von sich mit Vertretern und Propagandisten des israelischen Genozid-Regimes.

Im Oktober 2024 posierte sie mit Israels Botschafter Ron Prosor auf einem Foto. Am selben Tag bombardierte Israel eine Schule und eine Moschee in Gaza und tötete dabei mindestens 26 Menschen, die dort als Vertriebene Schutz suchten.

Der Journalist Stephan Hallmann kommentiert: „Die Väter-Generation möchte ‚die Juden’ am liebsten alle umbringen – und dokumentiert das eindrucksvoll durch einen späten, also offenbar sehr überlegten Beitritt zur Waffen-SS. Die nachfolgende Generation glorifiziert ‚die Juden‘ geradezu, so dass sie wünscht, selbst jüdisch zu sein. Die zwei Seiten der selben Münze: Antisemitismus und Philosemitismus.“

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  • Tarek Baé

    Chefredakteur und Gründer von Itidal. Tarek Baé ist Journalist und Autor aus Berlin.

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