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Home Palästina

Wegen Verbrechen in Gaza S-Group: Größte Supermarktkette Finnlands kauft keine Produkte mehr aus Israel

Von Redaktion
29.11.2025
in Palästina, Nachrichten
Firmenzentrale der S-Group in Finnland. Die finnische Supermarktkette kündigte an, wegen der Verbrechen in Gaza keine Produkte mehr aus Israel zu kaufen.

Firmenzentrale der S-Group in Finnland. Die finnische Supermarktkette kündigte an, wegen der Verbrechen in Gaza keine Produkte mehr aus Israel zu kaufen.

Die finnische Handelsgruppe S Group (S-ryhmä), mit rund 49 Prozent Marktanteil im Lebensmitteleinzelhandel und über 1.000 Märkten im ganzen Land, stellt den Einkauf von Produkten mit Herkunftsangabe Israel bis auf Weiteres ein. Damit reagiert der Konzern explizit auf die eskalierende Menschenrechtslage in Gaza und die sich verschärfende rechtliche Bewertung der israelischen Kriegsführung durch UN-Gremien und die EU.

Gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Sender Yle erklärte S Group, man habe bereits im September 2025 beschlossen, „vorübergehend keine Produkte israelischen Ursprungs mehr zu beschaffen“, die bestehenden vertraglichen Verpflichtungen aber noch zu erfüllen. Frische Ware aus Israel – etwa Datteln oder Zitrusfrüchte – ist bereits vollständig aus den Regalen verschwunden; eine kleine Restliste von Non-Food-Artikeln wie Bastelmaterial oder Sirupe für Trinkwassersprudler läuft lediglich noch bis zum Ende der vereinbarten Sortimentszeiträume aus.

In einer eigenen Stellungnahme schreibt der Konzern, die „sich verschlechternde Menschenrechtslage in Israel“ und insbesondere in Gaza habe zur Neubewertung der Einkaufsstrategie geführt. Die Entscheidung stütze sich auf den „lang anhaltenden öffentlichen Streit über die Lage in Gaza, schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen in der Region, verstärkte Rückmeldungen unserer Kund-Eigentümer und zunehmend brutale Militäraktionen gegen Zivilisten in Gaza“, so Nina Elomaa, Senior Vice President für Nachhaltigkeit bei S Group.

Zugleich verweist der Konzern ausdrücklich auf den Vorschlag der Europäischen Kommission, Teile des EU–Israel-Assoziierungsabkommens im Handelsbereich auszusetzen. Man orientiere sich an der verschärften Linie von UN und EU gegenüber Israel und werde die Entscheidung gegebenenfalls anpassen, sollte sich die EU-Position grundlegend ändern.

Eine vom Europäischen Auswärtigen Dienst erstellte Überprüfung gelangte zu dem Schluss, es gebe „Anhaltspunkte dafür, dass Israel seine menschenrechtlichen Verpflichtungen nach Artikel 2 verletzt“. Auf dieser Grundlage hat die EU-Kommission im September 2025 vorgeschlagen, handelspolitische Vergünstigungen auszusetzen, Zölle auf israelische Waren wieder anzuheben und bestimmte Kooperationsvorteile einzufrieren.

Die Dimension des Schrittes ist erheblich: Laut Branchenverband hielt S Group im vergangenen Jahr 49 % des finnischen Lebensmittelmarktes, gefolgt von der K-Group (34 %) und Lidl (rund 9 %). Bis jetzt kündigte keine deutsche Supermarktkette an, ihren Einkauf aufgrund der Verbrechen Israels zu überdenken.

Der Internationale Strafgerichtshof wirft Israels Führung und Israels Militär Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Eine Unabhängige Internationale Untersuchungskommission des UN-Menschenrechtsrats und weitere UN-Stellen haben festgestellt, dass Israel in Gaza einen Genozid an Palästinensern begeht. Das bestätigen auch der Internationale Vereinigung der Völkermordforscher und zahlreiche Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International. Der Internationale Gerichtshof sieht den Genozid-Vorwurf gegen Israel als „plausibel“. Der IGH stellte in seinem Gutachten fest, dass Israels Besatzung palästinensischer Gebiete, inklusive Gaza, illegal ist, sofort beendet werden muss und von niemandem akzeptiert werden darf.

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