„Israels versprochenes Land“ steht auf dem Abzeichen dieses israelischen Soldaten in Gaza. Gezeigt wird dabei eine Karte mit den Umrissen „Groß-Israels“. Darin sind die palästinensischen Gebiete, die aktuell ohnehin illegal besetzt werden, von der Landkarte gestrichen. Auch die gesamten Nationen Syrien, Libanon und Jordanien existieren auf Kosten Israels nicht mehr. Weite Teile Ägyptens, des Iraks, der Türkei und Saudi-Arabiens werden darin zudem ebenso zu Israel gezählt.
„Groß-Israel“ ist ein Ziel radikaler Zionisten. Ihrer Vorstellung nach sei es ihnen biblisch versprochen und müsse mindestens von Sinai bis zum Fluss Jordan reichen, ferner sogar vom Fluss Nil bis zum Fluss Euphrat, wie bei diesem Beispiel. Die Idee wurde auch von Israels erstem Premierminister, David Ben-Gurion unterstützt. Israel ist ein direktes Resultat dieser Vorstellung. Die durch Kriege besetzten Gebiete des Westjordanlands oder auch Gazas werden als weiterer Schritt hin zur Erfüllung eines „Groß-Israels“ gezählt.
So schreibt Joel Greenberg in der New York Times über den sechsten Premierminister Israels: „Begin predigte unendliche Loyalität zu dem, was er Judäa und Samaria (die Gebiete im Westjordanland) nannte, und er förderte jüdische Besiedlung dort“. Auch Menachem Begins Nachfolger Yitzhak Shamir setzte diese illegale Siedlerbewegung fort und forderte lautstark ein „Groß-Israel“.
Im März 2023 sagte der amtierende Finanzminister Israels, Bezalel Smotrich auf einem Podium, auf dem eine Karte „Groß-Israels“ abgebildet war, es gäbe keine Palästinenser. Israels amtierender Premierminister Benjamin Netanyahu kündigte die Annexion des Westjordanlands an. Dieses Abzeichen ist also ein guter Hinweis auf das Problem hinter „Groß-Israel“. Dass es von einem Soldaten während des Genozids in Gaza getragen wird, ist bezeichnend. Zahlreiche israelische Minister und Abgeordnete der Regierungsparteien werben für eine illegale israelische Besiedlung Gazas. Illegale Expansion ist kein Randphänomen, sondern praktizierte Politik und Israels Staatsräson.
Ob Außenministerin Annalena Baerbock sich weiterhin mit Angehörigen des israelischen Militärs ablichten lässt?






