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Home Palästina

Deutsche Auswertung: Über 120.000 Getötete in Gaza

Von Tarek Baé
24.11.2025
in Palästina
Israel hat in Gaza laut einer Auswertung des Max-Planck-Instituts wahrscheinlich über 120.000 Menschen getötet, darunter 34.000 Kinder. UNICEF/UNI767014/Nateel

Israel hat in Gaza laut einer Auswertung des Max-Planck-Instituts wahrscheinlich über 120.000 Menschen getötet, darunter 34.000 Kinder. UNICEF/UNI767014/Nateel

Eine neue Auswertung des Max-Planck-Instituts für demographische Forschung in Rostock zeigt: Die Anzahl der Getöteten in Gaza ist weitaus höher als bisher angenommen und entspricht einem Genozid.

Zwischen dem 7. Oktober 2023 und dem 6. Oktober 2025 hat Israel in Gaza bis zu 125.915 Menschen getötet, so eine Auswertung des Max-Planck-Instituts.

Das Institut wertete verschiedene Quelldatensätze aus. Dafür wurden etwa Daten des Gesundheitsministeriums in Gaza mit anderen Datensätzen verglichen. Betrachte man Todesanzeigen auf sozialen Medien, privaten Erhebungen vor Ort und bekannten Listen, zeige sich, dass nicht überall alle Namen auftauchen. Ende 2024 und Anfang 2025 besuchten Feldforscher des Palestinian Center for Policy and Survey Research 2.000 Haushalte in Gaza. Beim Erfragen von Todesfällen innerhalb des persönlichen Umfelds in diesen Haushalten wurde festgestellt, dass es eine Unterfassung von 35 % gibt. Viele der Todesfälle wurden nie offiziell festgehalten, obwohl sie nachweisbar sind.

Gesundheitsministerium

Die Zahl des Gesundheitsministeriums ist nur deshalb so niedrig, weil das Gesundheitsministerium lediglich Menschen als Tote zählt, zu denen Krankenhäuser und Leichenhallen eine Todesurkunde ausstellen. Während des Genozids in Gaza griff Israel jedoch jedes einzelne Krankenhaus systematisch an, wodurch eine durchgängige Dokumentation nicht mehr gewährleistet werden konnte. Der Unabhängige Untersuchungsausschuss des UN-Menschenrechtsrat benennt Israels Zerstörung des Gesundheitssystems in Gaza als ein Ausdruck des Genozids.


Israels Staatspropaganda stellte in der Vergangenheit die Zahlen des Gesundheitsministeriums als falsch dar. Nach wie vor heißt es in zahlreichen Medien relativierend, „das von der Hamas kontrollierte Gesundheitsministerium“ und „die Zahlen lassen sich nicht unabhängig prüfen“. Deutsche Medien verbreiteten die Propaganda des israelischen Staats dazu oftmals unkritisch und ungefiltert weiter. Wodurch das tatsächliche Leid in Gaza geleugnet werden konnte.

Wissenschaftliche Auswertungen, wie etwa die des Max-Planck-Instituts, zeigen aber: Die Zahlen des Gesundheitsministeriums sind nicht nur sauber erfasst, sie sind nachweislich zu niedrig.

Massiver Abfall der Lebenserwartung

Lebenserwartung in Gaza ist bei Männern von 74 Jahren auf 36 Jahre gefallen, für Frauen von 78 Jahren auf 46 Jahre.


Das Diagramm zeigt die Entwicklung des Alters, in dem Menschen in Gaza je nach Jahr durchschnittlich starben.

Der Genozid in Gaza zerstörte die durchschnittliche Lebensdauer in Gaza so extrem, dass die Menschen nur noch etwa halb so alt wurden wie zuvor.

Gaza ist ein Genozid

Die Forscherinnen und Forscher Ana C. Gómez-Ugarte, Irena Chen und Kollegen gehen von zwischen 99.997 und 125.915 Getöteten in Gaza aus. Die mittlere Schätzung des Forschungsergebnisses beträgt 112.069 Menschen.

Nimmt man die höchste Schätzung des Max-Planck-Instituts von 125.915 Getöteten in Gaza und die Schätzung der Forschenden, dass 27 % davon Kinder waren, ergibt sich eine Anzahl von 33.997 getöteten Kindern.

Laut den Forscherinnen und Forschern des Max-Planck-Instituts in Rostock entspricht die Verteilung der Todeszahlen nach Alter und Geschlecht Vergleichszahlen der UN zu Genoziden. Nicht zu „Kriegen”.

  • Tarek Baé

    Gründer und Chefredakteur von Itidal. Berliner Patriot. Tarek Baé ist Journalist und Bestseller-Autor aus Berlin. 2021 gründete er die freie Medienplattform Itidal, arabisch für Gleichgewicht. Benannt hat er das Medium nach seiner Großmutter Itidal, von der er sagt, sie hätte mit ihrer Standhaftigkeit und gleichzeitigem Sanftmut ein lebendiges Beispiel des Gleichgewichts symbolisiert.

    Er schaffte es mit seinen Kritiken und Recherchen auf die Feindeslisten des israelischen Militärs und der Terrorgruppe Daesch (IS).

    “Ich schreibe für das große, inklusive Wir, zu dem jede und jeder gehören kann. Und ja, ich schreibe auch mindestens genauso leidenschaftlich gegen all jene, die dieses Wir angreifen.”

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