Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International stuft Israels Vorgehen in Gaza als Genozid ein. Das geht aus dem neuen Bericht hervor, der uns in Teilen vorliegt.
Die Menschenrechtsorganisation kommt darin zum Ergebnis, dass Israels Handlungen die Kriterien eines Völkermords gemäß der UN-Völkermordskonvention erfüllen. Dem Bericht zufolge habe Israel gezielt die Lebensgrundlagen der Bevölkerung in Gaza zerstört, unter anderem durch die Vernichtung kritischer Infrastruktur, wie Wasserversorgung, Elektrizität und insbesondere medizinischer Einrichtungen.
Amnesty schließt sich damit dem jüngsten Bericht des UN-Sonderausschuss zur Untersuchung israelischer Praktiken an, in dem Israel ein Genozid vorgeworfen wird.
Laut UN wurden zwei Drittel aller Gebäude in Gaza beschädigt oder zerstört. Rund 70 Prozent der Getöteten in Gaza sind Frauen und Kinder.
Über 90 % der Bevölkerung Gazas wurde durch Israel vertrieben. Entweder durch Zerstörung des Zuhauses oder durch Befehle zur „Evakuierung“
Hervorgehoben wird auch, wie Israel die Einfuhr und Verteilung von Hilfsgütern in Gaza gezielt erheblich eingeschränkt oder verhindert hat. Die UN wirft Israel vor, Hunger als Kriegswaffe gegen die Zivilbevölkerung zu nutzen.
Amnesty International war auch die erste große Menschenrechtsorganisation, die Israel vorwarf eine Apartheid zu sein.
Der Internationale Strafgerichtshofs hat Haftbefehle gegen Israels Führung wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Gaza erlassen. Die UN-Sonderermittlerin Francesca Albanese spricht von einem Genozid in Gaza, der UN-Sonderausschuss zur Untersuchung israelischer Praktiken wirft Israel ebenfalls einen Genozid in Gaza vor. Der Internationale Gerichtshof sieht den Vorwurf des Genozids durch Südafrika gegen Israel als „plausibel“. Auch wirft der Internationale Gerichtshof Israel aufgrund der illegalen Besatzung Gazas, Ost-Jerusalems und des Westjordanlands das Verbrechen der Apartheid vor.






