Der CNN Bericht „Bulldozed corpses and unmarked graves“ zeigt, wie Israels Armee hungernde Palästinenser beim angeblichen Hilfspunkt Zikim in Gaza erschießt und ihre Körper mit Bulldozern beerdigt. Laut UN hat Israel seit Ende Mai mindestens 2.615 nach Hilfe suchende Menschen getötet und 19.177 verletzt.
CNN rekonstruiert den Fall von Ammar Wadi. Auf dem Sperrbildschirm seines Handys steht: „Vergib mir Mama falls mir etwas passiert.“ Er geht im Juni los um Mehl von einem Konvoi bei Zikim zu holen und kehrt nie zurück. Wochen später identifiziert die Familie seinen Körper.
Verifizierte Videos vom 11. September zeigen Menschen mit Mehlsäcken unter Dauerfeuer. Robert Maher, Experte für Forensik von der Montana State University, lokalisiert die Schüsse auf rund 340 Meter, passend zu einem israelischen Posten den CNN identifiziert.
Weitere Aufnahmen vom 15. Juni zeigen einen umgestürzten Hilfslaster, umgeben von Körpern die teilweise bereits im Sand stecken. Eine Rettungskraft gegenüber CNN: „Die Körper waren verwest, man sah dass Hunde Teile von ihnen gefressen hatten.“ Die Retter bergen 15 Tote, etwa 20 bleiben zurück.
Lastwagenfahrer berichten, Leichen seien entlang der Zikim Route allgegenwärtig. „Ich sehe jedes Mal Tote wenn ich durch Zikim fahre, ich habe gesehen wie israelische Bulldozer die Körper begraben“, sagt einer. Ein Fahrer beschreibt das Gebiet als „Bermuda Dreieck, niemand weiß was dort geschieht und niemand wird es je erfahren“.
Ein israelischer Whistleblower schildert CNN, wie Anfang 2024 „neun Leichen unbewaffneter Palästinenser“ tagelang um seinen Posten lagen, bis der Kommandeur die D9 Bulldozer befahl „die Körper mit Sand zu bedecken“. „Wenn du siehst dass sie unbewaffnet sind und Hunde mit Knochen Beinen und Schädeln spielen ist das furchtbar“, sagt er.
Die Menschenrechtsgruppe Euro Med Human Rights Monitor sieht im systematischen Verscharren palästinensischer Körper an unmarkierten Orten einen Ausdruck des Genozids im Rahmen der Völkermordkonvention. Die Juristin Janine Dill nennt das Bulldozieren von Leichen und Körperteilen eine Verletzung der Menschenwürde und ein Kriegsverbrechen nach den Genfer Konventionen.