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Home Nachrichten

Zionistisch-extremistische Vision Netanyahu propagiert offen Plan für “Groß-Israel”

Von Tarek Baé
17.08.2025
in Nachrichten
Minister wollen Genozid fortsetzen: Israels Regierung versucht den Deal noch kurzfristig zu ändern

Quelle: U.S. Department of State from United States, Public domain, via Wikimedia Commons


„Großisrael“ ist der extremistisch-zionistische Traum vieler Israelis von einem Imperium. Und Netanyahu hat sich zu dieser Vorstellung bekannt.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat in einem Interview mit dem Sender i24NEWS erklärt, er fühle sich „auf einer historischen und spirituellen Mission“ und sei „tief verbunden“ mit der Vision eines „Groß-Israel“. Diese Vorstellung umfasst nicht nur die illegal besetzten palästinensischen Gebiete, sondern auch Teile von Jordanien, Syrien, Libanon, der Türkei und Ägypten.

Seine Aussagen fielen, als er ein Amulett mit einer Karte „Groß-Israels“ entgegennahm. „Groß Israel“, auf hebräisch „Eretz Israel“, ist eng mit der Ideologie des Zionismus verbunden. Bereits jetzt wird aktiv auf die feindselige Übernahme und Herrschaft hingearbeitet. Israel besetzt laut UN bereits die palästinensischen Gebiete Westjordanland, Ost-Jerusalem und Gaza illegal. Hinzu kommen die illegal besetzten syrischen Golanhöhen und weitere Orte in Syrien, die Israel gewaltsam an sich gerissen hat.

Führende israelische Politiker und Regierungsstellen unterstützen offen „Groß-Israel“. Finanzminister Smotrich sprach 2023 davon, dass Israel „bis nach Damaskus“ reichen solle, präsentierte sich bei einem Auftritt mit einer „Groß-Israel“-Karte und kündigte Siedlungen an, um einen künftigen Staat Palästina zu verhindern. Auch Ministerien und offizielle Kanäle veröffentlichten mehrfach Karten, die über die international anerkannten Grenzen hinaus Teile der Nachbarn einschlossen und so das imperialistische Konzept untermauerten.

Die Äußerungen stießen international auf Kritik. Saudi-Arabien, Jordanien, Ägypten und Katar haben Israels Premier Netanyahu für seine Bekenntnisse zu einer „Groß-Israel“-Vision vehement verurteilt. Saudi-Arabien sprach in einer Erklärung von einer eklatanten Verletzung der Souveränität arabischer Staaten und warnte vor einer Gefahr für die regionale Sicherheit. Jordanien nannte die Äußerung eine „provokative Eskalation“, Ägypten forderte eine Klarstellung, Katar warf Netanyahu „arroganten Expansionismus“ vor. Auch die Arabische Liga und der Golfkooperationsrat sehen darin eine Bedrohung für Frieden und Stabilität.

  • Tarek Baé

    Gründer und Chefredakteur von Itidal. Berliner Patriot. Tarek Baé ist Journalist und Bestseller-Autor aus Berlin. 2021 gründete er die freie Medienplattform Itidal, arabisch für Gleichgewicht. Benannt hat er das Medium nach seiner Großmutter Itidal, von der er sagt, sie hätte mit ihrer Standhaftigkeit und gleichzeitigem Sanftmut ein lebendiges Beispiel des Gleichgewichts symbolisiert.

    Er schaffte es mit seinen Kritiken und Recherchen auf die Feindeslisten des israelischen Militärs und der Terrorgruppe Daesch (IS).

    “Ich schreibe für das große, inklusive Wir, zu dem jede und jeder gehören kann. Und ja, ich schreibe auch mindestens genauso leidenschaftlich gegen all jene, die dieses Wir angreifen.”

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