In Köln leuchtet zu Ramadan dieses Jahr wieder die Venloer Straße in Ehrenfeld festlich. Es ist das dritte Mal, dass in der Stadt am Rhein Ramadanbeleuchtung das Stadtbild schmückt.
120.000 der Kölnerinnen und Kölner sind Muslime. Fünf Kölnerinnen haben den Verein The Ramadan Project ins Leben gerufen, um durch das Schmücken der Stadt Begegnung zu schaffen. „Sichtbarkeit schafft Nähe“, erklären sie. Die Beleuchtung wird über Spenden selbstfinanziert.

So soll eine schön geschmückte Stadt das Argument selbst sein: „Die Licher selbst sollen sprechen“.
„Wir glauben, dass Begegnungen der Schlüssel zu Verständnis sind. Sichtbarkeit schafft Nähe – und Lichter verbinden Herzen“, so die Initiatorinnen.
Die Beleuchtung verläuft auch vor der Kölner Zentralmoschee, in der jeden Abend über 2.000 Menschen zum Gebet zusammenkommen und danach durch die Cafés, Länen und Gassen Ehrenfelds spazieren.
Köln ist nicht die einzige Stadt, die zu Ramadan geschmückt wird. Immer öfter wird diese Selbstverständlichkeit anerkannt. Auch wenn es im Internet und in den typischen Medien viel Hass dagegen gibt. Kölns Muslime prägen ihre Stadt mit. Sie betreiben Geschäfte, schaffen Jobs, halten den Alltag am Laufen, sind gute Nachbarn, Freunde und Kollegen; ein Bestandteil ihrer Gesellschaft, wie alle anderen. Das Grundgesetz will Sichtbarkeit aller Bevölkerungsgruppen. Und Gleichberechtigung.
Und wer sich von Lichtern gestört fühlt, sollte bedenken, dass die Alternative Dunkelheit ist. Und dass die Weihnachtsbeleuchtung einst von der muslimischen Tradition der Beleuchtung übernommen wurde. In diesem Sinne, strahlt weiter und tragt das Licht in jeden anderen Ort und in jedes Herz. Im Ramadan ist Segen für alle, die an ihm teilhaben möchten.