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Islamfeindlichkeit, Racial Profiling, Kopftuch und mehr Berlin: So stehen die Parteien zu Rassismus und Islamfeindlichkeit

Redaktion Von Redaktion
16.09.2026
in Wahlcheck, Hintergründe
11 Min. Lesezeit
Berlin: So stehen die Parteien zu Rassismus und Islamfeindlichkeit

Der große Wahlcheck Rassismus/Islamfeindlichkeit zur Berlin-Wahl 2026. Wir haben die Itidal-Leserschaft gefragt, welche Themen für sie besonders interessant sind. Die drei Hauptthemen waren Wohnen, Rassismus/Islamfeindlichkeit und Palästina/Israel.

Im Wahlcheck Rassismus/Islamfeindlichkeit beleuchten wir die Positionierungen der kandidierenden Parteien zu konkreten Fragestellungen. Betrachtet wurden alle Parteien, die Aussicht haben über 1 % der Stimmen zu kommen. Das sind: Die Linke, SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen, AfD. BSW, FDP, Tierschutzpartei und Volt. Ausgewertet wurden Wahlprogramme, Parteiprogramme, Parteibeschlüsse und Äußerungen von Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten.

Berlin: So stehen die Parteien zu Rassismus und Islamfeindlichkeit

Wohnungsmangel in Berlin ist laut Umfragen für Wählerinnen und Wähler das größte Problem. Doch nicht nur, dass man so schon keine Wohnungen findet, rassistische Auswahlmethoden können die Suche nochmal erheblich erschweren, wie Studien zeigen.

Berlin: So stehen die Parteien zu Rassismus und Islamfeindlichkeit

Auf der Straße einfach so kontrolliert werden, weil ein Polizist findet, dass man aufgrund des Aussehens verdächtig sein könnte? Minderheiten kennen oftmals dieses Leben.

Berlin: So stehen die Parteien zu Rassismus und Islamfeindlichkeit

Muslime sind keine gleichberechtigte Religionsgemeinschaft in Deutschland, auch nicht in Berlin. Das wissen viele nicht, aber es bestimmt den Alltag mehr als man denkt. Statt als Religionsgemeinschaft sind Muslime in hunderten eingetragenen Vereinen organisiert und können sich nicht auf große gemeinsame Projekte fokussieren. Soziale Arbeit? Stadtpflege? Unterrichte? Alles muss individuell geplant werden. Wohingegen die Kirchen und die jüdische Gemeinde zentral organisiert sein können.

Berlin: So stehen die Parteien zu Rassismus und Islamfeindlichkeit

Islamfeindlichkeit ist die am meisten verbreitete Menschenfeindlichkeit in unserem Land. Nur wenige Parteien wollen dafür einen zentralen Gedenktag.

Berlin: So stehen die Parteien zu Rassismus und Islamfeindlichkeit

Rassismus ist für schwarze Berlinerinnen und Berliner eine alltägliche Begleitung. Bis heute gibt es in Berlin keine konkrete Definition, was anti-schwarzer Rassismus sein soll. Vieles kann deshalb einfach geschehen. Ohne Konsequenzen.

Berlin: So stehen die Parteien zu Rassismus und Islamfeindlichkeit

Schülerinnen und Schüler kennen das Problem: Rassismus durch Lehrkräfte und man kann nichts dagegen tun, außer sich auf andere Lehrkräfte zu verlassen. Auch die Instrumente der Eltern sind begrenzt.

Berlin: So stehen die Parteien zu Rassismus und Islamfeindlichkeit

Manche tun es aus religiöser Überzeugung, andere machen jemandem nach, wiederum andere werden eventuell gedrängt. Wenn Schülerinnen ein Kopftuch tragen, kann das viele Gründe haben. Manch eine Partei will darauf mit einem generellen Verbot reagieren.

Berlin: So stehen die Parteien zu Rassismus und Islamfeindlichkeit

Um Muslimenfeindlichkeit zu besiegen braucht es Einsatz. Manche Parteien finden, es ist genug. Andere Parteien finden, es ist zu viel. Und nur wenige wollen mehr tun.

Berlin: So stehen die Parteien zu Rassismus und Islamfeindlichkeit

Im Umgang mit Islamfeindlichkeit fehlt es an strategischer Zusammenarbeit zwischen allen nötigen Stellen und Bereichen. Einige Parteien wollen eine landesweite Strategie für Berlin.

Berlin: So stehen die Parteien zu Rassismus und Islamfeindlichkeit

Diskutieren oder gar streiten müssen, damit man an einem Feiertag Zeit mit der Familie verbringen darf? Auch zu der Frage, ob Muslime Recht darauf haben sollten, an Feiertagen frei zu haben, gibt es Meinungsverschiedenheiten.

Berlin: So stehen die Parteien zu Rassismus und Islamfeindlichkeit

Zahlreiche Verbrechen während der Kolonialzeit wurden von Berlin aus befehligt. Konkrete Aufklärungsarbeit dazu gibt es kaum.

Berlin: So stehen die Parteien zu Rassismus und Islamfeindlichkeit

Wer gegen Israels Genozid in Gaza protestierte, riskierte in Berlin über Jahre hinweg Gewalt. So viel, dass selbst UN-Experten, der Europarat und Menschenrechtsgruppen wie Amnesty International Alarm schlugen. Diese Gewalt richtete sich oft nach rassistischen Merkmalen.

Berlin: So stehen die Parteien zu Rassismus und Islamfeindlichkeit

Wer die Stadt mitgestalten will und sich im öffentlichen Dienst bewirbt, ist nicht vor subjektiven Ansichten im Bewerbungsprozess geschützt.

Berlin: So stehen die Parteien zu Rassismus und Islamfeindlichkeit

Immer wieder gab es die Idee einer Studie von Rassismus in Behörden. Auch in Berlin gibt es dazu verschiedene Meinungen.

Berlin: So stehen die Parteien zu Rassismus und Islamfeindlichkeit

Über Muslime sprechen? Das können manche. Andere kennen sie nur in negativen Kontexten wie Sicherheitspolitik.

Berlin: So stehen die Parteien zu Rassismus und Islamfeindlichkeit

Damit der öffentlich-rechtliche Rundfunk entsprechend seiner Vorgaben arbeitet, wird er vom Rundfunkrat überwacht. Dort sitzen Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft, auch religiöser Gemeinschaften. Muslime aber sind nicht vertreten.

Berlin: So stehen die Parteien zu Rassismus und Islamfeindlichkeit

Berlins Musliminnen haben es geschafft, dem Land Berlin eine Niederlage vor Gericht zu bescheren. Seitdem dürfen sie auch mit Kopftuch Lehrerinnen werden. Lange weigerte sich Berlin trotz eindeutiger juritischer Einordnungen. Nach wie vor scheint das Thema aber umstritten zu sein.

Berlin: So stehen die Parteien zu Rassismus und Islamfeindlichkeit

Islamismus oder Islam. Das Parteiprogramm zeigt, welcher Schwerpunkt herrscht.

Berlin: So stehen die Parteien zu Rassismus und Islamfeindlichkeit

Kaum eine Behörde ist so umstritten wie die Polizei. Sie wird von UN-Stellen, vom Europarat und von Menschenrechtsgruppen wie Amnesty International für ihre Brutalität in der Niederschlagung israelkritischer Proteste kritisiert.

Berlin: So stehen die Parteien zu Rassismus und Islamfeindlichkeit

Manch eine Partei vergisst voll und ganz über Formen des Rassismus zu sprechen. Andere kennen nur eine Form und erwähnen eine andere gar nicht erst mit.

Berlin: So stehen die Parteien zu Rassismus und Islamfeindlichkeit

Man muss ja nicht immer über Negatives sprechen. Man kann Minderheiten ja einfach in normalen Kontexten erwähnt haben. Das gelingt den meisten Parteien etwa, wenn es um jüdisches Leben geht. Aber interessanterweise nur da.

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