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Tarek Baé deckt auf Pro-israelische Propaganda: Sprachregelungen des ARD geleakt

Von Tarek Baé
28.10.2023
in Investigativ
Itidal-Chefredakteur Tarek Baé veröffentlicht die internen Sprachregelungen des ARD. Sie wurden ihm von einem Whisteblower zugespielt. Darin wird deutlich: Das ARD, inklusive seines Flagschiffs Tagesschau, ist auf eindeutig israelverharmlosende Berichterstattung bezüglich Gaza eingespielt worden. „IMGP1985“ von sebibrux, CC BY 2.0

Itidal-Chefredakteur Tarek Baé veröffentlicht die internen Sprachregelungen des ARD. Sie wurden ihm von einem Whisteblower zugespielt. Darin wird deutlich: Das ARD, inklusive seines Flagschiffs Tagesschau, ist auf eindeutig israelverharmlosende Berichterstattung bezüglich Gaza eingespielt worden. „IMGP1985“ von sebibrux, CC BY 2.0

Itidal-Chefredakteur Tarek Baé veröffentlicht die internen Sprachregelungen des ARD. Sie wurden ihm von einem Whisteblower zugespielt. Darin wird deutlich: Das ARD, inklusive seines Flagschiffs Tagesschau, ist auf eindeutig israelverharmlosende Berichterstattung eingespielt worden.

Israel führt einen brutalen Vernichtungskrieg gegen Gaza. Videos und Fotos, die über soziale Medien ihre Verbreitung finden, zeigen der Menschheit weltweit die bittere Wahrheit über die Realität vor Ort. Eine Realität, die in deutschen Medien aber auffällig verfälscht wird. Dass das kein Zufall ist, zeigen die internen Sprachregelungen des ARD zum Thema Gaza, an die ich gelangt bin.


Bereits am 11. Oktober hieß es in einer Mail, die an Mitarbeitende des ARD ging, man solle von „Angriffen auf militärische Zielen” berichten. Das heißt: DAS ARD erwartet von Journalisten, bestimmte Behauptungen aufzustellen, bevor die Faktenlage überhaupt bekannt ist. Womit zivile (palästinensische) Opfer gerechtfertigt werden.



In den ARD-Sprachregelungen wurde vorauseilend eine feststehende politische Einordnung des zivilen Leids in Gaza empfohlen. Egal was in Gaza geschehe, die Behauptung, Hamas hätte den Konflikt begonnen, solle vorkommen. Das kann als Manipulation der Öffentlichkeit ausgelegt werden.


Die ARD-Sprachregelungen mahnen sogar an, dass Angriffe auf Gaza sprachlich keine gleiche Gewichtung wie Angriffe auf Israel erhalten sollen. Israel sei angegriffen worden, jeder Angriff auf Gaza wäre per se nur eine Reaktion; unabhängig vom militärischen Wahrheitsgehalt. Das ist keine Einordnung, das ist propagandistisches Framing.


Framing ist alles. Die ARD-Sprachregelungen vom 11. Oktober machen Israel zum alleinigen Opfer und blenden schon in der Betitelung das weitere Opfer, nämlich Gaza bzw. die palästinensische Zivilbevölkerung dort, aus. So wird der Eindruck einer einseitigen Bedrohung hervorgerufen.

Es hat also seine Gründe, warum die tagesschau so eindimensional, einseitig und qualitativ unzufriedenstellend berichtet: Ihr wurde eine verharmlosende, relativierende und rechtfertigende Sprache mitgegeben.

Das plumpe Bild hieraus ist:

Israel = Muss man verstehen.
Gaza = Was? Was ist passiert? Egal, Pech.

Der wohl fatalste Punkt ist: Die ARD sprach in vorauseilendem Gehorsam von „Angriffen auf militärische Ziele”. Fakt ist jedoch: Es wurden laut WHO und UN nachweislich mehr Zivilisten getötet als Bewaffnete. Laut Rotem Halbmond sind 70 % davon Kinder, Frauen und Senioren. Das sind keine Zahlen, die in militärischen Konflikten üblich sind. Das sind Zahlen, die man aus Genoziden kennt.

Wir haben es hier also mit einer Relativierung palästinensischer Opfer zu tun, zu der im öffentlich-rechtlichen Rundfunk angeraten wurde. Sprachregelungen zu komplexen Themen sind nichts ungewöhnliches. In dem Fall sind sie aber höchst unsensibel, unsachlich und ungenügend. Ein weiterer alarmierender Aspekt dieser Sprachregelungen ist, dass er nicht zu Recherche, sondern zu unkritischer Übernahme israelischer Propaganda rät. Journalismus und Suche nach Fakten werden durch den vorfertigten Rahmen übersprungen: Israel hätte recht.

Sprache schafft Politik. Journalismus sollte eigentlich ein mächtiges Mittel der freien Sprache sein, das die Politik kritisch hinterfragt. Was wir gerade erleben, ist ein Unterlassen des Journalismus. Wo sind Mut, Expertise, Anstand? Wir haben Pressefreiheit nicht ohne Grund. Wir leben in der Zeit der Desinformation. Umso wichtiger ist seriöse Presse, auf die man sich verlassen kann. Menschen fällt diese miserable Berichterstattung auf. Die ARD ist gut beraten, die Kritik ernst zu nehmen und höhere Maßstäbe anzusetzen. Tut sie das nicht, wird sie als Helfersmedium von Kriegsverbrechen in die Geschichte eingehen.

  • Tarek Baé

    Gründer und Chefredakteur von Itidal. Berliner Patriot. Tarek Baé ist Journalist und Bestseller-Autor aus Berlin. 2021 gründete er die freie Medienplattform Itidal, arabisch für Gleichgewicht. Benannt hat er das Medium nach seiner Großmutter Itidal, von der er sagt, sie hätte mit ihrer Standhaftigkeit und gleichzeitigem Sanftmut ein lebendiges Beispiel des Gleichgewichts symbolisiert.

    Er schaffte es mit seinen Kritiken und Recherchen auf die Feindeslisten des israelischen Militärs und der Terrorgruppe Daesch (IS).

    “Ich schreibe für das große, inklusive Wir, zu dem jede und jeder gehören kann. Und ja, ich schreibe auch mindestens genauso leidenschaftlich gegen all jene, die dieses Wir angreifen.”

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