Vor 82 Jahren wurden Sophie Scholl und Hans Scholl von den Nazis hingerichtet. Mit 21 Jahren gab Sophie Scholl ihr junges Leben dem Kampf gegen Ungerechtigkeit. Sie war Teil der Gruppe „Weiße Rose“, die in Form von Flugblättern oder Graffitis Aufklärung über die Verbrechen des Nationalsozialismus verbreitete.
Geblendet von den Versprechen der Nazis trat sie zunächst dem „Bund Deutscher Mädel“ bei, bis sie merkte, dass jüdische Freunde verschwanden und mitbekam, wie Menschen mit Behinderung systematisch ermordet wurden, weil sie angeblich „unwertes Leben“ wären. Sie wollte nicht mehr nur zusehen.
Sophie Scholls Flugblätter wurden in diversen Großstädten wie München, Berlin oder Köln verteilt und sorgten für Aufsehen. Geprägt von ihrem christlichen Glauben an Nächstenliebe riskierte sie gemeinsam mit ihrem Bruder Hans Scholl und anderen Mitstreitern alles.
„Ich kann es nicht begreifen, daß nun dauernd Menschen in Lebensgefahr gebracht werden von anderen Menschen. Ich kann es nie begreifen und ich finde es entsetzlich. Sag nicht, es ist für’s Vaterland.“ – Sophie Scholl
Am 18. Februar wurden sie und ihr Bruder beim Auslegen von 1.700 Flugblättern in der Universität München gesehen und verhaftet. Vier Tage später wurde sie zum Tode verurteilt. Im Verhör erklärte sie: „Ich bin nach wie vor der Meinung, das Beste getan zu haben, was ich gerade jetzt für mein Volk tun konnte. Ich bereue deshalb meine Handlungsweise nicht und will die Folgen, die mir aus meiner Handlungsweise erwachsen, auf mich nehmen.“
Am 22. Februar 1943 wurden Sophie Scholl, Hans Scholl und Christoph Probst mit der Guillotine enthauptet. „Es lebe die Freiheit“ rief Hans Scholl vor seiner Hinrichtung so laut, dass es durch die Gefängnismauern hallte. „Die Sonne scheint noch“ sollen Sophie Scholls letzte Worte an ihren Bruder Hans gewesen sein. Der Scharfrichter sagte später, er hätte nie jemanden so tapfer sterben sehen wie Sophie Scholl.
„So ein herrlicher Tag, und ich soll gehen. Aber was liegt an unserem Leben, wenn wir es damit schaffen, Tausende von Menschen aufzurütteln und wachzurütteln.“ – Sophie Scholl






