Die Dunkelziffer gilt als höher. Das Gesundheitsministerium in Gaza zählt unter Berufung auf Kliniken und Leichenhallen in Gaza 50.021 Getötete durch Israels Genozid in dem belagerten Küstenstreifen. Die Zahlen gelten laut UN und der Weltgesundheitsorganisation WHO als verlässlich. Die UN betonte die Glaubwürdigkeit der Zahlen bereits zuvor. „In der Vergangenheit, in den fünf, sechs Konflikten im Gazastreifen, waren diese Zahlen immer glaubwürdig, und niemand hat sie jemals wirklich angezweifelt“, so der Leiter des UNRWA, Philippe Lazzarini. Auch der frühere UNRWA-Chef, Matthis Schmale bestätigt: „Aus meiner Sicht sind die Zahlen verlässlich.“
Das Medienbüro Gazas beziffert die Anzahl der Toten auf 61.700 und zählt dabei die Vermissten mit.
Laut einer Studie der Brown University in den USA wurde bereits 2024 von insgesamt 67.413 Palästinensern ausgegangen, die allein an der gezielten Aushungerung oder Seuchen, die durch Israels Zerstörung Gazas entstanden sind, getötet wurden. Von noch höherer Opferanzahl geht die medizinische Fachzeitschrift Lancet aus. Bis Ende Oktober 2024 seien der Rechnung nach mindestens 289.000 Palästinenser durch Israels Krieg gegen Gaza getötet worden. Die Berechnung ging dabei von durchschnittlich 23.000 Getöteten pro Monat aus. Stand März 2025 wären das bis zu 400.000 Opfer.
Israels Propaganda versucht den Genozid und die Opferanzahl zu leugnen. In vorgegebenem Wortlaut wird das Gesundheitsministerium als „von der Hamas kontrolliert“ diskreditiert. Die Hamas gibt die Zahlen aber nicht vor und hat keinen Einfluss auf sie. Tatsächlich beruhen die Zahlen auf unabhängigen Quellen in Kliniken und Leichenhäusern. Die letztendliche Anzahl der Opfer gilt laut Experten als unzweifelhaft höher.
Laut UN sind 70 % der Getöteten Frauen und Kinder.