Indien hat am Dienstagabend Pakistan militärisch angegriffen. Aus mehreren Orten wurden Bombeneinschläge gemeldet. Pakistanische Quellen berichten von mindestens sieben zivilen Toten, darunter ein Kind. Es wird erwartet, dass die Opferzahl steigen wird.
Laut dem pakistanischen Sender Ary News griff Indien drei strategische Orte nahe Sialkot an, einem militärisch sensiblen Gebiet. Indiens Verteidigungsministerium sprach von neun Angriffszielen, darunter „keine pakistanischen Militäreinrichtungen“. Man habe „terroristische Ziele“ getroffen. Pakistans Armeesprecher gibt an, nur zivile Ziele, darunter zwei Moscheen, seien angegriffen worden.
Das pakistanische Militär habe Gegenmaßnahmen eingeleitet. Verteidigungsminister Khawaja Muhammad Asif erklärte: „Wir werden unsere Souveränität mit allen Mitteln verteidigen.“ Einen Einsatz nuklearer Waffen schloss er nur bei einer existenziellen Bedrohung nicht aus, kündigte aber Konsequenzen an. Das pakistanische Verteidigungsministerium gibt gegenüber Reuters an, zwei indische Kampfflugzeuge abgeschossen zu haben.
Pakistan verurteilte die Angriffe als „unverhältnismäßig“ und „provokativ“. Informationsminister Attaullah Tarar wirft Indien vor, den Kaschmir-Anschlag vom 22. April mit 26 Toten als Vorwand für eine geplante Eskalation zu nutzen. Indien macht Pakistan für den Anschlag verantwortlich, was Pakistan zurückweist. Pakistans Regierung fordert eine unabhängige Untersuchung, Indiens Regierung lehnt das ab. „Indien trägt die volle Verantwortung für die destabilisierenden Folgen in der Region“, so Tarar.
Indiens Premierminister Narendra Modi hatte zuvor wochenlang Vergeltung angekündigt. Unterstützung dafür fand er etwa bei Israels Regierungschef Netanyahu. Kaschmir ist laut UN ein „umstrittenes Gebiet“. Die UN fordert in mehreren Resolutionen eine Volksabstimmung über den Status Kaschmirs. Indien lehnt dies ab und beansprucht das mehrheitlich muslimische Gebiet (90 %) für sich. Die UN und Menschenrechtsgruppen kritisieren Indiens restriktive Politik dort regelmäßig scharf.
UN-Generalsekretär António Guterres rief zur Zurückhaltung auf. US-Präsident Trump sagte, er hoffe, der Konflikt werde „schnell enden“.






