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Home Debatte

In den 30ern hängengeblieben: Bayrisches Innenministerium veröffentlicht islamfeindliches Video

Von Tarek Baé
03.09.2024
in Debatte
In den 30ern hängengeblieben: Bayrisches Innenministerium veröffentlicht islamfeindliches Video

Ausschnitt aus dem mittlerweile gelöschten Video des bayrischen Innenministeriums

Das bayrische Innenministerium veröffentlichte diese Woche ein Video und es sieht aus, als wäre es direkt von Karikaturen aus den 30ern abgeguckt. 

Das arglistige Lachen;
Die Stimme eines wilden Tiers;
Der teuflische Mund, der dich verspeist;

Eine naive Muslimin, die mit jedem Stück Stoff böser und dunkler wird. 

Wer denkt, damit würde man vor extremen, fehlleitenden Predigern und ihren Fallen schützen, irrt sich. Im Gegenteil.

Es beginnt mit einer Szene, in der die junge Frau sich auf einer Party unwohl fühlt. Sie wird von anderen Frauen verächtlich angeguckt und nicht akzeptiert. Geht es also um Diskriminierung? Nein. Anstatt, dass das Innenministerium da ansetzt und Hilfe anbietet, wird ein düsterer Werdegang gezeichnet, bei dem es geradezu so wirkt, als wäre die junge Frau selbst schuld. Ihr Blick wird böser, die Musik düster, Schritt für Schritt wird sie zu einer Gefahr stilisiert. Am Ende darf sie noch kurz Opfer sein. Aber wer hat Mitleid?

Man hätte über mehrere Probleme klug sprechen können. Wie Hochstapler-Prediger im Internet mit auswendig gelernten Versen und schön klingenden Worten komplexe Fragen so plump wie möglich beantworten. Und meistens falsch. Oder wie Fake-Imame völlig unverantwortlich junge Muslime ehelichen, ohne die Grundlagen durch einen Ehevertrag, Vertretung und Zeugen zu geben; oder Trauungen vollziehen, ohne dass eine standesamtliche Trauung vollzogen wird, obwohl nur dieser Vertrag vor Gericht die Rechte der Frau effektiv schützt. 

Oder eben dass Menschen, die ausgegrenzt werden, am ehesten im Internet bei radikalen Stimmen landen. Wer soll nach dem Video aber Hilfe beim Innenministerium suchen wollen? Da kriegt man ja Angst.

Das erzeugte Bild ist nur: Muslime seien gruselig. Muslime seien böse. Muslime seien gefährlich. Muslime seien verlogen. Das ist entmenschlichender Rassismus. Es gibt keine einzige positive muslimische Figur in dem Video. Aber wen wundert es? Das Ministerium lässt sich vom bekannten Islamophoben Ahmad Mansour beraten. Für Hilfe gegen pseudomuslimische Radikalisierung und Ausnutzung braucht es Muslime. Wie soll man hiernach noch normale Menschen in ihnen sehen?

  • Tarek Baé

    Gründer und Chefredakteur von Itidal. Berliner Patriot. Tarek Baé ist Journalist und Bestseller-Autor aus Berlin. 2021 gründete er die freie Medienplattform Itidal, arabisch für Gleichgewicht. Benannt hat er das Medium nach seiner Großmutter Itidal, von der er sagt, sie hätte mit ihrer Standhaftigkeit und gleichzeitigem Sanftmut ein lebendiges Beispiel des Gleichgewichts symbolisiert.

    Er schaffte es mit seinen Kritiken und Recherchen auf die Feindeslisten des israelischen Militärs und der Terrorgruppe Daesch (IS).

    “Ich schreibe für das große, inklusive Wir, zu dem jede und jeder gehören kann. Und ja, ich schreibe auch mindestens genauso leidenschaftlich gegen all jene, die dieses Wir angreifen.”

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