Israels Vernichtungskrieg gegen Gaza hat den Küstenstreifen größtenteils zerstört. US-Präsident Trump, ein radikaler Unterstützer Israels, kündigte im Februar an, die Bewohner Gazas vertreiben zu wollen. Die USA oder Israel sollten demnach die Kontrolle über Gaza erlangen. Bereits bei der Ankündigung dieser geplanten ethnischen Säuberung gab es weltweit Kritik. Insbesondere aus arabischen Ländern. Trump drohte, Ägypten und Jordanien dazu zu drängen, die vertriebenen Palästinenser aufzunehmen.
Auf einem Sondergipfel in Ägyptens Hauptstadt Kairo wurde nun ein gemeinsamer Plan der arabischen Nationen zum Wiederaufbau Gazas in drei Phasen verkündet.
In den ersten beiden Phasen sollen provisorische Unterkünfte entstehen, während Gaza von Schutt und Bomben freigeräumt wird. In der dritten Phase sollen für alle Bewohner Gazas Behausungen gebaut werden und andere lebenswichtige Institutionen wie etwa Industrie, Häfen und ein Flughafen. Insgesamt soll der Wiederaufbau 53 Milliarden US-Dollar kosten.
In der Abmachung heißt es, die Arabische Liga würde, „jede Form der Vertreibung der Palästinenser, sei es innerhalb oder außerhalb ihres Landes, unter jedem Vorwand oder jeder Rechtfertigung, ablehnen“.
Die arabischen Staats- und Regierungschefs erklären „ihre Bereitschaft zum sofortigen Dialog mit der US-Regierung und allen internationalen Partnern, um die Friedensverhandlungen wieder aufzunehmen, die darauf abzielen, die israelische Besatzung zu beenden und einen souveränen palästinensischen Staat zu gründen“.
Es gäbe Einigkeit bei der Berufung der Beauftragten für die Übergangsphase, so Ägyptens Außenministerium.
In einer ersten Reaktion äußerte sich die US-Regierung positiv über „Vorschläge aus der Region“. Sie betonte aber, einen Plan nur zu akzeptieren, wenn die Hamas Gaza nicht mehr verwaltet.
„Die Gründung eines unabhängigen palästinensischen Staates mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt ist die Grundlage für Stabilität und Frieden im Nahen Osten“, so Katars Emir Tamim bin Hamad Al Thani.





