Itidal
  • Debatte
  • Faktencheck
  • Grundlagen
  • Nachrichten
  • Kunst & Kultur
  • Geschichte
  • Investigativ
Shop
Unterstützen
Kein Ergebnis
View All Result
  • Debatte
  • Faktencheck
  • Grundlagen
  • Nachrichten
  • Kunst & Kultur
  • Geschichte
  • Investigativ
Shop
Unterstützen
Kein Ergebnis
View All Result
Itidal
Kein Ergebnis
View All Result
Home Palästina

Deutsche Journalistin: Vergewaltigt in israelischer Gefangenschaft

Von Tarek Baé
16.07.2026
in Palästina, Nachrichten
Die deutsche Journalistin und Aktivistin Anna Liedtke sagt, israelische Wärterinnen hätten sie im Gefängnis Givon bei einer erzwungenen Nacktdurchsuchung vergewaltigt. Jetzt hat sie Anzeige erstattet. „Wenn wir schweigen, tun sie es der Nächsten an." Von der Bundesregierung kam bisher vor allem eins: Schweigen. (Foto: The Guardian)

Die deutsche Journalistin und Aktivistin Anna Liedtke sagt, israelische Wärterinnen hätten sie im Gefängnis Givon bei einer erzwungenen Nacktdurchsuchung vergewaltigt. Jetzt hat sie Anzeige erstattet. „Wenn wir schweigen, tun sie es der Nächsten an." Von der Bundesregierung kam bisher vor allem eins: Schweigen. (Foto: The Guardian)

Die deutsche Journalistin Anna Liedtke, 25, hat in Israel Strafanzeige gestellt. Sie wirft Wärterinnen vor, sie am 10. Oktober 2025 im Gefängnis Givon bei einer erzwungenen Nacktdurchsuchung vergewaltigt zu haben. Sie gehörte zur Besatzung der „Conscience“, die mit der Freedom Flotilla nach Gaza fuhr. Am 8. Oktober überfiel Israels Marine das Schiff in internationalen Gewässern und verschleppte die Crew.

Ihre Schilderungen sind schockierend: Bei der dritten Leibesvisitation rissen ihr die Wärterinnen die Kleider herunter und zwangen sie auf die Knie. Eine drang mit den Fingern in sie ein, eine andere hielt ihr den Mund zu. Männliche Wärter hätten daneben gelacht. Liedtke geht davon aus, dass Kameras alles aufzeichneten.

„Es gibt keinen Grund, warum ich mich schämen sollte“, sagt sie. Man wolle sie so traumatisieren, dass sie nie wieder über Palästina spreche. „Wenn wir schweigen, tun sie es der Nächsten an.“

Die Anzeige ging am 1. Juni an den Generalstaatsanwalt, an die Gefängnisbehörde und an Givons Kommandanten. Vertreten wird Liedtke von Muna Haddad von der Menschenrechtsorganisation Adalah. Haddad spricht von einer „Kultur der Straflosigkeit“. Sexualisierte Gewalt gegen palästinensische Gefangene sei seit fast drei Jahren Praxis, jetzt weite Israel das auf Ausländer aus, die sich mit Palästinensern solidarisieren. Laut Adalah sei bislan nur eine Akte angelegt.

Die Gefängnisbehörde weist die Vorwürfe systematischer Misshandlung zurück.

Liedtke ist kein Einzelfall. Mehr als ein Dutzend Flottillen-Teilnehmende berichten von sexualisierten Übergriffen. Die australische Polizei ermittelt, französische Staatsanwälte haben ein Verfahren wegen Kriegsverbrechen eröffnet.

Und Deutschland? Als Liedtke ihren Fall im Dezember öffentlich machte, kam wochenlang weder eine Reaktion der Bundesregierung noch ein Bericht in den großen Zeitungen. Im Mai erklärte das Auswärtige Amt zu ähnlichen Vorwürfen nur, man verurteile sexualisierte Gewalt in allen Kontexten, eigene Erkenntnisse lägen nicht vor.

Die UN führen Israel auf der Liste der Staaten, die sexuelle Gewalt systematisch als Waffe einsetzen.

  • Tarek Baé

    Gründer und Chefredakteur von Itidal. Berliner Patriot. Tarek Baé ist Journalist und Bestseller-Autor aus Berlin. 2021 gründete er die freie Medienplattform Itidal, arabisch für Gleichgewicht. Benannt hat er das Medium nach seiner Großmutter Itidal, von der er sagt, sie hätte mit ihrer Standhaftigkeit und gleichzeitigem Sanftmut ein lebendiges Beispiel des Gleichgewichts symbolisiert.

    Er schaffte es mit seinen Kritiken und Recherchen auf die Feindeslisten des israelischen Militärs und der Terrorgruppe Daesch (IS).

    “Ich schreibe für das große, inklusive Wir, zu dem jede und jeder gehören kann. Und ja, ich schreibe auch mindestens genauso leidenschaftlich gegen all jene, die dieses Wir angreifen.”

    Alle Beiträge
Vorheriger Beitrag

Nach CDU-Hetzvideo: Palästinas Botschafter ruft Stefan Evers zu Menschlichkeit auf

Ähnliche Inhalte

Berlins neuer CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers stellt Palästina mit „Judenhass” gleich: Der Palästinensische Botschafter in Deutschland ruft ihn auf, das Leid von Palästinensern anzuerkennen. (Foto: dpa)
Debatte

Nach CDU-Hetzvideo: Palästinas Botschafter ruft Stefan Evers zu Menschlichkeit auf

15.07.2026
Humboldt Universität Berlin: Studierendenparlament fordert mit Mehrheit von 90 % ein Ende der Kooperationen mit israelischen Hochschulen. (Foto: dpa)
Nachrichten

Humboldt Uni Berlin: Studierende stimmen für Boykott israelischer Hochschulen

15.07.2026
Wegen seiner Berichterstattung über Gaza: Das rechte Portal Nius verbreitete Falschbehauptung über Tarek Baé und muss deshalb Strafe zahlen. (Foto: IMAGO/Jörg Schüler)
Nachrichten

Landgericht: Nius muss Falschbehauptung über Tarek Baé löschen

09.07.2026
itidal_Logo_White

Itidal ist dein freies Medium.

Instagram Youtube Linkedin Patreon

Navigation

  • Über Itidal
  • Über Tarek Baé
  • FAQ
  • Unterstützen / Spenden
  • Zusammenarbeit / Partnerschaft
  • Werbung / Sponsoring
  • Shop / Verlag
  • Kontakt

Kategorien

Menü
  • Debatte
  • Faktencheck
  • Grundlagen
  • Nachrichten
  • Kunst & Kultur
  • Geschichte
  • Investigativ

Unterstützen

Ihr könnt uns bei der Arbeit unterstützen, Artikel einreichen, Abonnenten sein, Werbung schalten oder Kooperationspartner werden.

Diese Arbeit ist nur durch eure Unterstützung möglich.

JETZT UNTERSTÜTZEN

Copyright © 2023-2026 itidal – Alle Rechte vorbehalten itidal. | OI

  • Datenschutz
  • Impressum
Kein Ergebnis
View All Result
  • #39 (kein Titel)
  • —
  • Debatte
  • Faktencheck
  • Grundlagen
  • Nachrichten
  • Kunst & Kultur
  • Geschichte
  • Investigativ
  • —
  • Unterstützen
  • Über uns
  • FAQ
  • Kontakt
  • Itidal Shop

Copyright © 2025 itidal – Alle Rechte vorbehalten itidal. | OI