Das ist Mahmoud Al-Madhoun. Israels Armee hat ihn gestern in Gaza ermordet. Was sein Verbrechen war? Er kochte in 420 Tagen Genozid jeden Tag Essen für die hilflosen Zivilisten im Norden Gazas. Es ist ein Beispiel dafür, wie Israel gezielt bekämpft, dass schutzlose Zivilisten in Gaza essen können. Nicht das einzige Beispiel an diesem Tag.
Mahmoud war der Gründer von Gaza Soup Kitchen, einer wohltätigen Organisation, die mit diversen internationalen Institutionen wie etwa der UN zusammenarbeitete, und nie, wirklich nie ihren Einsatz für die Menschen unterbrach. Mahmoud war eine Berühmtheit im Norden Gazas. Dort in Beit Lahia geboren weigerte er sich, seine pflegebedürftigen Eltern zurückzulassen oder ihnen aufzubürden, im hohen Altern das letzte Bisschen Heimat zu verlieren. In den letzten Wochen waren Mahmoud und sein Team mit dafür verantwortlich, dass die Belegschaft sowie die Patientinnen und Patienten im Kamal Adwan Krankenhaus mit Essen versorgt werden konnten. Seine gerade einmal 2-Wochen junge Tochter wird ihren Vater nie kennenlernen dürfen.
Nicht nur Mahmoud wurde am Samstag getötet. Über 100 weitere Menschen in Gaza ebenfalls. Auffällig ist, dass Israel an nur einem Tag gleich drei Institutionen, die zur Verteilung von Essen zuständig sind, angegriffen hat.
Israels Luftwaffe tötete den Mitarbeiter der internationalen Hilfsorganisation Save the Children, Ahmad Faisal Isleem Al-Qadi in einem gezielten Luftangriff. Drei weitere Mitarbeiter der US-amerikanischen Hilfsorganisation World Central Kitchen wurden in Gaza durch einen gezielten Raketenangriff getötet.
Die UN warnt: Die Hungerkrise im Norden Gazas, der von Israel komplett belagert ist und von allen Seiten beschossen wird, wird von Tag zu Tag schlimmer. Israel blockiert Hilfslieferungen. Wenn eine Lieferung zugelassen wird, schützt Israel diese nicht und überlässt sie teilweise kriminellen Banden. Israel hat sämtliche Infrastruktur in Gaza zerschlagen. Die Zivilisten sind völlig auf sich allein gestellt. Und wer es schafft, zu helfen, wird ins Visier genommen. Es ist Teil des israelischen Generalplans: Die Palästinenser im Norden Gazas sollen vertrieben werden oder sterben.






