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Home Grundlagen

Umfrage zeigt Tendenz Bundestagswahl 2025: Wie haben Muslime gewählt?

Von Tarek Baé
26.02.2025
in Grundlagen, Wahlcheck
Umfrage zeigt Tendenz  Bundestagswahl 2025: Wie haben Muslime gewählt?

Bundestagswahl 2025 Minimalist Election Illustration

Muslime sind häufig Wahlkampfthema. Aber selten angesprochene Wählerschaft. Viele Parteien wähnen sich in der Fehlannahme, Deutschlands Muslime würden keinen großen Einfluss auf das Wahlergebnis haben. So stigmatisierten die Wahlprogramme der Parteien zur Bundestagswahl 2025 Muslime mehrheitlich und überwiegend als Sicherheitsproblem. Selten als gleichberechtigte, normale Bevölkerungsgruppe. Wer Muslime zumindest halbwegs anzusprechen versuchte, wurde letztlich aber belohnt. Undzwar nicht unerheblich

Eine Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen (FGW) am Wahltag zeigt das Wahlverhalten von Muslimen in Deutschland. Die Lehren könnten nicht klarer sein.

Die Linke hat ihren Wahlerfolg erheblich auch Muslimen zu verdanken. SPD und BSW wären ohne Muslime noch schwächer.

Laut der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen (FGW) am Wahltag hätten 29 % links gewählt, 28 % SPD, 16 % BSW, 12 % CDU/CSU, 6 % AfD und 4 % Grüne. FDP sei (gerundet) bei 0 %.

Muslime wählen ausgesprochen links. Die Linke und die SPD kämen bei Muslimen auf zusammen 57 %. Grüne und FDP kämen nicht in den Bundestag. Rot-Rot hätte damit eine satte Zweidrittelmehrheit. Aber auch das BSW, das mit nur 4,9 % knapp am Einzug in den Bundestag scheiterte, schneidet bei Muslimen überdurchschnittlich gut ab.



Muslime machen rund 7 % der Gesamtbevölkerung aus. Über 3 Millionen Muslime sind deutsche Staatsbürger, davon geschätzt 2,6 Millionen wahlberechtigt. Die Wahlberechtigung von Deutschen mit Migrationshintergrund lag in der Vergangenheit in Studien bei rund 65 % (2021). Das ergibt rund 1,69 Millionen muslimische Teilnehmende an Wahlen. Die Wahlbeteiligung ist 2025 erheblich höher als 2021, aber der Anteil an Muslimen ist unbekannt. Muslime machen insgesamt 4,2 % der Wahlberechtigten aus. Geht man von dem Durchschnittswert von 2021 aus, würden so viel Prozent von Muslimen stammen:

11,2 % der Stimmen für die Linke,
10,9 % der Stimmen für BSW,
5,8 % der Stimmen für SPD.

Die Lehre daraus: Vor allem Positionen der Parteien zum Genozid in Gaza und dem Erstarken der AfD werden für Muslime wichtig gewesen sein. Die Parteien sollten muslimische Wählerinnen und Wähler dringend ernster nehmen.

Linke, BSW und SPD haben unter Muslimen überdurchschnittlich hohen Anteil. CDU/CSU, Grüne, AfD und FDP sind bei Muslimen weit unter dem Bundesdurchschnitt. Grüne haben massiv an Vertrauen eingebüßt

Auch interessant: Zwar ist die AfD extrem unterdurchschnittlich bei Muslimen, aber man kann sehen, dass auch Teile der Muslime von extremer Manipulation betroffen sind.

Fest steht: Muslime können Wahlen gar nicht mal so unerheblich beeinflussen. Die Frage bleibt nur, ob Parteien die nötigen Schlüsse aus diesen Ergebnissen ziehen.

Einen klaren Vergleich zwischen 2025 und 2021 kann man bezüglich des Wahlverhaltens von Muslimen nicht vornehmen. 2021 wurden solche Daten nicht erhoben. Aber es gibt eine große Schnittmenge zu türkeistämmigen Deutschen. Diese haben in Duisburg 2021 noch zu 39 % SPD gewählt. Die Linke war mit 13 % zwar auch überdurchschnittlich stark, aber nicht auf dem Niveau von 2025. Die Grünen schnitten noch gut ab und auch die CDU kam auf ein passables Ergebnis. Quintessenz: Grüne, FDP und CDU haben stark an Vertrauen bei Türkeistämmigen/Muslimen eingebüßt.

  • Tarek Baé

    Gründer und Chefredakteur von Itidal. Berliner Patriot. Tarek Baé ist Journalist und Bestseller-Autor aus Berlin. 2021 gründete er die freie Medienplattform Itidal, arabisch für Gleichgewicht. Benannt hat er das Medium nach seiner Großmutter Itidal, von der er sagt, sie hätte mit ihrer Standhaftigkeit und gleichzeitigem Sanftmut ein lebendiges Beispiel des Gleichgewichts symbolisiert.

    Er schaffte es mit seinen Kritiken und Recherchen auf die Feindeslisten des israelischen Militärs und der Terrorgruppe Daesch (IS).

    “Ich schreibe für das große, inklusive Wir, zu dem jede und jeder gehören kann. Und ja, ich schreibe auch mindestens genauso leidenschaftlich gegen all jene, die dieses Wir angreifen.”

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