Israels Militär hat den Syrer Muaz Al-Salama, einen Mann mit Behinderungen, im Süden Syriens getötet. Muaz Al-Salama hatte das Down Syndrom sowie Hörprobleme. Seit dem Tod seiner Eltern lebte er bei seiner Schwester und war in einem UN-Förderprogramm.
Ermordung eines Behinderten
12 Wagen einer israelischen Militärkolonne überfielen Donnerstagnacht das südsyrische Dorf Jamla in der Nähe von Daraa. Muaz Al-Salama wurde niedergeschossen. Seinen Leichnam verschleppte das israelische Militär zunächst. Erst einige Stunden später wurde der leblose Körper halbnackt auf die Straße geworfen, berichtet ein Anwohner. Das israelische Militär nannte den Prozess eine „Übergabe“.
„Israelische Streitkräfte dringen um Mitternacht und um 3 Uhr morgens ohne Erlaubnis in die Häuser der Menschen ein. Dieser Märtyrer, der heute ums Leben gekommen ist, hatte besondere Bedürfnisse. Er war kein Soldat, besaß keine Waffe und leistete keinen Widerstand. Warum wurde er getötet“, fragt Adnan Al-Masri, ein Bewohner Jamlas.
Ahmed Musa Subeihi, ein Verwandter und UN-Verbindungsmann vor Ort erklärt: „Muaz war behindert; er konnte weder hören noch sprechen. Sie riefen ihm ‚Halt, halt‘ zu, aber er konnte nicht anhalten, weil er nichts hörte. Als er nicht anhielt, eröffneten sie das Feuer auf ihn und töteten ihn. Jeder wusste, dass er taubstumm war.“
Bis auf Itidal berichtet kein deutsches Medium über dieses Verbrechen der illegalen israelischen Besatzung Syriens.
Zerstörung von Bäumen
Einen Tag zuvor überfiel das israelische Militär mehrere Landstriche in der Nähe von Quneitra im illegal besetzten Golan. Über 300 Bäume wurden dabei systematisch zerstört. Auf diese Weise versucht die israelische Regierung die Lebensgrundlage der dort lebenden Syrer zu zerstören und sie zu vertreiben. Israels Regierungsvertreter, wie etwa der Verteidigungsminister Katz, kündigten mehrfach an, Siedlungen im illegal besetzten syrischen Gebiet zu planen.
Die Zerstörung von Bäumen und Ackerflächen hat System. Israel nutzt die Strategie auch im Süden Libanons und im illegal von Israel besetzten palästinensischen Westjordanland. 286.000 beschädigte Olivenbäume seit 2023: Das Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte zählte zwischen 2023 und Ende September 2026 über 286.000 beschädigte Olivenbäume im illegal besetzten Westjordanland. Die Bäume werden sowohl von israelischen Siedlern als auch von israelischen Soldat zerstört.
Die UN stuft die Besatzung palästinsischer Gebiete, der syrischen Golanhöhen, weiterer Gebiete Südsyriens sowie die Besatzung libanesischer Gebiete durch Israel als illegal ein. Der Internationale Gerichtshof stellte 2024 fest, dass Israel die Besatzung palästinensischer Gebiete sofort und bedingungslos beenden muss.



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